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GfK auf die Wende spekulieren 19.12.2001
Prior Börse
Nach Ansicht der Aktienexperten der Prior Börse ist die Aktie der GfK Gesellschaft für Konsumforschung AG (WKN 587530) nicht zu teuer.
Bis 2005 wolle Vorstandvorsitzender Klaus Wübbenhorst dieses ehrgeizige Ziel erreichen. Für das aktuelle Jahr kalkuliere er mit 530 Millionen Euro Umsatz. Um die Milliardengrenze zu erreichen, müssten die Konsumforscher ihre Erlöse regelmäßig um rund ein Sechstel verbessern. Das Plus solle jeweils zur Hälfte aus organischem Wachstum sowie Zukäufen kommen.
Wie die Experten bei ihrem Besuch in der Unternehmenszentrale in Nürnberg erfahren hätten, sei die Akquisitionspipeline gut gefüllt. In Deutschland seien die Franken mit einer Quote von 13 Prozent Marktführer, weltweit würden sie den siebten Rang belegen. Erst in diesen Tagen sei dem MDAX-Wert dank einer 19,9-Prozent-Beteiligung an Indiactor Brazil der Sprung nach Südamerika gelungen. Peu á peu wolle das Unternehmen die Brasilianer komplett übernehmen. Im Prior-Gespräch habe Wübbenhorst erwogen, den bestehenden Sparten mit einem Einstieg in die Marktforschung für die Pharmabranche ein fünftes Standbein hinzuzufügen.
Im Rahmen des ad-hoc-Research erstelle GfK schon heute Studien für diesen Industriezweig im Wert von rund 40 Millionen Euro pro Jahr. Von der Eroberung dieser lukrativen Nische erhoffe sich Wübbenhorst zweistellige Margen. Zuletzt sei der Motor jedoch etwas ins Stottern geraten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei nach neun Monaten um 15 Prozent auf 24 Millionen Euro eingebrochen. Im Vergleich zum Top (76 Euro) im Februar 2000 habe sich die Notierung mehr als geviertelt (derzeit 17,95 Euro). Bei einem Börsenwert von etwa 470 Millionen Euro müssten Anleger mittlerweile weniger als den laufenden Jahresumsatz bezahlen. Das KGV von 18 sei nicht zu teuer.
Anleger sollten bei GfK auf die Wende spekulieren, so die Aktienexperten der Prior Börse.
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